SUCCESS STORY: Kläranlage Kiel-Bülk

Optimierung der Belüftungsregelung und Prozessüberwachung der Biogasqualität

Kläranlage Kiel-Bülk – Luftaufnahme, im Vordergrund die Klärbecken

Um die Energieeffizienz der Kläranlage Kiel-Bülk zu steigern und die Umweltziele der Stadt Kiel zu unterstützen, wurde das bestehende Belüftungs- und Gassystem grundlegend modernisiert. Der Einsatz von druckverlustarmen Regelventilen und einer intelligenten Prozessregelung ermöglichte erhebliche Einsparungen und eine nachhaltige Verbesserung der Prozessstabilität.

  • Jährliche Energieeinsparung: ca. 300.000 EUR
  • Stabile Reinigungsleistung auch bei Lastspitzen (z. B. Starkregen)
  • Optimierte und bedarfsgerechte Luftverteilung mit präziser Regelung des Lufteintrags
  • Reduzierung der Sauerstoffverschleppung und damit verbesserte Stickstoffelimination
  • Flexibler, zukunftssicherer Betrieb mit modular erweiterbaren Automatisierungsfunktionen

Branche
Kommunale Abwasserreinigung

Größe
54.000 m³/d, 375.000 EW

Zeitraum
2018 – 2019 

Systeme / Produkte
VACOMASS® jet control valves, flow meter, flexcontrol, COMBIMASS®Gasanalysestation

Reinigungsverfahren
Belebtschlamm mit vorgeschalteter
Denitrifikation

Technische Highlights
Sauerstoffregelung mit KI, Gleitdruckregelung über MOV/MIV, DO-SET NH4-N, IntRezi, Belüfterwartung

Investition für den Kunden
450.000 EUR inkl. Installation und Rohrleitungsanpassung

Jährliche Einsparung
ca. 300.000 EUR

Die Kläranlage ist der größte kommunale Energieverbraucher der Klimaschutzstadt Kiel.

Die bestehende Lufteintragsregelung und -verteilung war unflexibel und die genutzten Regelarmaturen hatten hohe Druckverluste, was zu einem erhöhten Stromverbrauch führte.

Besonders bei bei schwankenden Lastsituationen war die Reinigungsleistung nicht ausreichend stabil. Nur eine komplette Modernisierung konnte das Optimierpotential ausschöpfen.

Kläranlage in Kiel, Klärbecken udn Anlage mit Blick aufs Meer

Binder lieferte und implementierte ein Mess- und Regelsystem mit VACOMASS® jet Regelventilen, Luftmengenmessgeräten und dem Prozessregler flexcontrol.

Die Rechteckbecken wurden in je zwei Zonen aufgeteilt, um den sich permanent ändernden Luftbedarf entlang dem Strömungsweg mit einem intelligenten, KI-gestützten Algorithmus dynamisch zu berechnen und die Regelventile entsprechend zu öffnen.

Das System wurde mit geringem Aufwand und in kurzer Zeit an die bestehende SPS Infrastruktur angebunden.

Michael Wuttke, Leiter Verfahrenstechnik, Klärwerk Bülk

Im Vergleich zur früheren Technik kann das System schneller auf Druckschwankungen reagieren
und Spitzenbelastungen deutlich besser ausgleichen.